XENIA ORCHIDACEA.

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XEMA ORCHIDACEA,

BEITRAGE KENNTNISS DER ORCHIDEEN

VON

Da. HEINRICH GUSTAV REICHENBACH en.

RTENS IN HAMBURG.

ZWEITER BAND.

LEIPZIG: F A. BROCKHAUS.

18 74.

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Anstatt diesen Band mit dem üblichen Berichte über -eigene Bestrebungen und eigene Hoff- nungen einzuleiten, ziehe ich es vor, des Mannes zu gedenken, dessen Tod, am 4. November 1865, früh 6!/, Uhr, in die Erscheinungszeit dieses Bandes fällt: Lindley's.

John Lindley fand in Bezug auf die gewaltige Mehrzahl der Orchideen, jene mit wachsigem Blüthenstaube, so gut wie nichts Brauchbares vor. Louis Claude Richard's kleine, glänzende Ab- handlung ist wesentlich der Ausgangspunkt für die Kenntnisse der europäischen Orchideen. R. Brown's früher gegebene berühmte Bearbeitung der australischen Orchideen enthàlt zwar 43 Arten mit Wachs- pollen in vier ,Gattungen", allein ohne irgend eine sichere Fassung der wesentlichen Momente. In London standen: unserm Forscher einige kleine Sammlungen aufgeleimter Exemplare zur nicht immer gern gewährten Verfügung und die nach und nach in den Gärten, wesentlich auf seine und Cattley's Anregung gezogenen Arten boten dem zuerst Ahnungslosen alle jene verführerischen Missbildungen, mit denen noch heute die Erstlingsblüthen frisch eingeführter Exemplare so oft behaftet sind (He- terotaxis !)

In der Periode der ersten Lindleyschen Bestrebungen rangen mehrere hervorragende Mànner nach demselben Ziele, dem Schlüssel zum Ausbau des Orchideensystems. Kunth, dem das hohe Glück zu "Theil geworden, von dem grossen Meister L. C. Richard beeinflusst zu werden, vereinte gegen diesen leider die Ophrydeen und Neottieen. Dagegen waren seine Studien zur Trennung der Gattungen der Epidendreen immerhin glücklicher, als die Leistungen Blume's in den Tabellen und Bijdragen. Weder der letztere, noch Aubert-Aubert du Petit-Thouars, den man lieb gewinnen muss wenn man ihn in seiner Zeit auffasst, wendete auf die correcte Untersuchung des Staubbeutelinhalts jene. Aufmerksamkeit, welche Lindley zum Gesetz erhob, worin sein hóchstes Verdienst um die Orchideen zu suchen. R. Brown trat schnell von der Concurrenz zurück.

Wahrscheinlich kónnen wir sagen, dem jungen, auf sich selbst angewiesenen Lindley habe das Glück nichts geboten. Wir könnten den Aufenthalt in London als Glücksgabe ansehen, allen Er war doch dorthin. nach eigerem Ermessen von Norwich eingewandert, versehen mit einer einzigen Em- pfehlung seines liebevollen Freundes, William Hooker's. Sich dort zu halten, war besonders in der misslichsten Periode der Anstellung in der Bibliothek Sir Joseph Banks eine traurige Aufgabe. Und lange noch hing an dem jungen Eindringlinge der schwere Makel, dass er das System der ver- hassten Franzmánner, das natürliche System der Pflanzen (so gut wie der zurúckhaltende Schotte

VI

Brown, der kecke Zoologe Gray und der immhin zu jugendliche Hooker) da einbúrgerte, wo die übermäcbtigen Linnaeaner lebenslánglich in der Glorie des grossen Schweden sich zu sonnen und bewundern'zu lassen gewártigt hatten. i i

Selbst brachte Lindley: als beste Mitgift eine ausserordentlich feine Beobachtungsgabe, eine höchst ungewöhnliche Ausdauer, ein glänzendes Talent zum Zeichnen, eine scharfe, ehrliche Diagnostik und eine glückliche, treffende, selbst malerische Weise der Beschreibung, die er indessen aus Zeit- mangel wenig entwickelte, Dieser Umstand war auch Veranlassung einer Schwäche seiner Mono- graphien. Je gründlicher unser Forscher bei der ersten Untersuchung verfuhr, um so berechtigter hielt er sich, auf dieselbe fortzubauen. Daher nahm er dann später gern seine ältern Beschrei- bungen, selbst Diagnosen, unverändert auf. War nun das Material ungünstig gewesen, so brachte das um so misslichere Folgen, als selbst bei einer Ausstellung an der Richtigkeit seiner Angaben der grosse Orchidograph allzeitig schlagfertig sofort mit einer Wiederholung seines ersten Befundes zu antworten pflegte. Viel zu redlich, um nicht selbstermittelte Fehler mit Freuden einzugestehen, ` war er doch nicht immer geneigt, fremden Ausstellungen gerecht zu werden. Ich erinnere hier an den Fall der Calanthe vestita Wall., deren Epidendreennatur mit mir an der lebenden Pflanze zu untersuchen, er mir lachend abschlug. Ich werde diese einfältige Pflanze nie wieder ansehen“, sagte er mit jenem Humor, dessen er so fähig war.

Eigenthümlich war, dass Lindley sich von dem Urtheil der Gartenwelt SORA liess, die doch in Ihm ihren Meister hoch elirte. Jene durch die Summe neuer Entdeckungen nóthigen Ver- einigungen gewisser ehedem ganz guter Gattungen wünschte ich durch Ihn vollbracht zu wissen, zu- mal ich recht gut wusste, dass Er von der Nothwendigkeit derselben so überzeugt sein musste, wie ich, „Die Liebhaber würde ich alle gegen mich aufbringen“, sagte Er ablebnend. „Sie haben Noth - genug gehabt, die ersten Namen in ihre Köpfe zu bringen.“ —- Auf den naheliegenden > den Herren ihre eigne Nomenclatur zu gönnen, verfiel Er nicht.

Ich bin ‚geneigt zu glauben, dass Lindley die Gabe der sofortigen Wiedererkennung des bereits Gesehenen, die dem Systematiker sein Werk so sehr erleichtert, nicht vorwiegend besass. Jene Verstósse, die selbst Er beging, hängen wohl meist hiermit zusammen. ,,Lassen Sie uns doch lieber erst untersuchen“, pflegte er zu sagen, wenn wir irgend etwas betrachteten. Und wer hat je lieber untersucht? Der blosse ‘Anblick seines lieben, stets glanzvoll strahlenden Simplex von Ross hob schon sein Gemüth. Glücklich, wie em Weihnachtskind, jede Sorge: vergessend, präparirte er die zartesten Blúthen und zeichnete sie behäbig in grösster Freude ¡immer beflissen, der Darstellung eine gewisse Grazie zu verleihen. Triumphirend zeigte er dann sein Werk, indem er ausrief: „there!“ Wenn er die gelungenen Zeichnungen mit den besten Exemplaren vereinte, sagte er wohl mit voller Zufriedenheit: „Ah! l am a dandy in my herbarium !* ie fi

Selten ist es dem mit Geschàlten Ueberladenen vergònnt gevvesen, bei seinen Pitalito an- dauernd verweilen zu ‘können: Die Opbrydeae, Arethuseae, Neottiaeceae der Genera and Species sind allerdings in rascher Folge leider bei Licht, wie Er mir oft klagte bearbeitet und die Monographieen der Gattungen Oncidium, Pleurothallis, Stelis der Folia sind auch im Zusammenhang geschrieben. Die andern Untersuchungen und Untersuchungsreihen wurden theils unter dem Drucke augenblicklicher Nöthigung durch die Einsender, theils aber, so. weil sie trockne Vorlagen. betreffen,

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in Erholungspausen im Drange der widrigsten Bureauarbeiten angestellt. Hatte er die Qual hinter sich, einige der Ihm gleichgúltigsten Arbeiten vollendet zu haben. so eilte er an sein Beobachtungs- fenster, von wo Er dann frisch gestärkt zu der vorigen Beschäftigung zurückkehrte.

So hat Lindley über vierzig Jahre seine beste verfügbare Kraft unsern Lieblingen unablässig ge- widmet, vielleicht von keinem Monographen an Ausdauer übertroffen, sicher von Wenigen erreicht. In derselben Zeit hätte Er, von einer Aufgabe zur andern eilend, wie so mancher Botaniker, ganze Reihen von Folianten schreiben können, für Jene, welche die Wirksamkeit eines Gelehrien nach Maass und Gewicht der Bände abschätzen, allerdings eine glänzende Empfehlung; auf die Er aus Liebe zu seinen Schützlingen gern verzichtete: Sei es vor Allem Lindley unvergessen, dass Er nie eine Lebensstellung einnahm, die irgend Jemand berechtigt hätte, für die Wissenschaft von Ihm etwas zu fordern. Unter jene glücklichen Bevorzuglen hat Er nie gehört und Niemand bat in dem über- reichen England daran gedacht, für Ihn in dieser Hinsicht zu wirken, so gern der stolze Britte sich in dem Glauben wiegt, auch für die Männer der Wissenschaft wäre sein Vaterland ein Eldorado. Alles, was Lindley geleistet, ist das freie Geschenk eines Mannes, der bis zuletzt auf die äusserste Anspannung seiner Kräfte im Lebenskampfe angewiesen war.

- Wenn Lindley verschieden ist, ohne seinen höchsten Wunsch zu erfüllen, eine zweite voll- ständige Bearbeitung der sämmtlichen Orchideen zu vollenden: so trifft der Vorwurf deshalb allein Verhältnisse, welche wohl leicht von andrer Seite geändert werden konnten.

Jene geistige Erschöpfung, welche Lindley’s letzte Jahre trúbte, machte sich gerade in Bezug auf Botanik am meisten geltend. Die letzten Arbeiten über Stelis, über westafrikanische, cubanische, selbst über indische Orchideen sind schon etwas von ihr angehaucht. Es war mir tief schmerzlich den trefflichen, vor kurzem noch so rústigen Forscher, mit dem ich seit 4849 in Verbindung ge- standen, wiederzufinden, wie Er keinen seiner Lieblinge mehr erkannte. Er fühlte die volle Schwere des Schlages, über. den er sich gegen Bateman und mich mit schmerzlicher Beredisamheit aus- sprach. Noch sehe ich Ihn-auf seiner Veranda zu Turnham Green, wie er mir an einem October- abende nachrief, ich möchte ihn ja aufsuchen, so oft ich nach England käme. Umgebung und Arzt ausgenommen, war ich der Letzte, der ihn sah. Aufgesucht habe ich Ihn zu seiner Bestattung, bei der Bentham, J. Hooker, T. Thomson ihm den letzten Gruss nachriefen am Guy Fawkes’ Tage am 5. November. f | :

Wir ahnen nicht, wie lange Wissenschaften, wie lange Botanik getrieben sein werden, aber doch kónnen wir behaupten, dass so lange man die Kenntniss der Pflanzen für nòthig erachten wird, so lange auch Lindleys Name mit warmer Dankbarkeit anerkannt bleiben muss.

Hamburg, 14. December 1874.

H. G. Reichenbach fil.

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BEITRAGE

ZUR

KENNTNISS DER ORCHIDEEN

VON

HEINRICH GUSTAV ‘REICHENBACH, FIL.

ZWEITER BAND.

TAFEL CI—CX; TEXT BOGEN 1—3.

LEIPZIG: F. AFRO C E HA US.

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Ausgegeben am 30. April 1862.

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? Tafel 101.

* Phalaenopsis Schilleriana Rehb. fil.

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Fois zebrinis, sepalis ligulatis obtuse acutis, tepalis rhombeis obtuse acutis multo latioribus, labelli partitionibus -posticis cuneato ovatis, partitione media ovali apice extrorsum utrinque bifalci, callo. quadricorni in basi. +

Phalaenopsis Schilleriaga" Rchb. fil. in E. Otto Hamburger Gartenzeitung 1860. p. 444 sq. ` Gardeners Chronicle 4860. p. 246 c: ,,foliis argenteo variegatis subtus discoloribus, sepalo dorsali obovato obtuso, lateralibus ovatis acutioribus, petalis subrotundis oblatis majoribus, labelli lobis lateralibus oblongis ascendentibus, temido ovali pice dilatato -ilobo: lobis recurvis brevibus falcatis, crista didyma bicorni *

Folia uide ligulata obtuse angustata inaequalia, supra basin latiora, nigroviridia, mal albis polygonis margaritaceis picta, inferne atropurpurea. Panicula dependens, multiflora, Noribus omnibus synanthüs. Flores textura illis Phalaenopsidis amabilis aequales, ast iis tertia minores. Sepala extus per medium pallidissime ochracea, limbo violacea, intus rosea, lateralia punctulis. brunneopurpureis a basi in medium punctata. Sepalum summum cuneato oblongum, lateralia oblonga acuta. Tepala pylehre rosea cuneato rhombea, obtusa, sepalis triplo latiora. Labellum tripartitum; partitiones, late- rales semiovato semifaleatae, obtusae, retrorsae, ante basin utrinque obtuse carinato-elevatae; «callus stipitatus interpositus in laminas crassas bimucronatas excurrens; partitio media cuneato oblonga, apice emarginata, utrinque extrorsum semifalcata: partitiones laterales albae, maculis seriatis oblongis _ ante basin posticam, punctulis amethystinis in limbo anteriori; punctula purpurea multa in dimidio m postico lobi medii, callus aurantiacus punctulis alrosanguineis. Columna clavata, posti amethystina, in pedem liberum excurrens. Anthera mitrata apice acuta, pollinia de pres trorsum sulcata, in caudicula trulliformi. . Glandula cordiformis. —Rostellum bionepg

Die erste Notiz úber diese Orchidee, die ohne Zweifel von keiner Art an und Seltenheit übertroffen. wird, am wenigsten von den einzelblüthigen weissen alten Phalaenopsis, findet sich in der Bonplandia 1856, 4. Juni, p. 473. Ein von mir zu Brüssel verfasster .. vom 20. April berichtet bei Besprechung des Lindenschen Gartens Folgendes: „von der ‘Stammform ` der Phalaenopsis amabilis Bl. mit kurzen, stumpfen, dunkeln Blättern (die jetzt in. England im. Handel fehlt) ist ein Sortiment angekommen, das in vierzehn Tagen, wo wir es beobachteten, ‚sieh völlig von der Reise erholte. Eine neue Phalaenopsis mit.silberfleckigen ‚Blättern, à la Sonerila i war leider unrettbar.“ Diese Notiz blieb gänzlich ieee Einzelne Nachri - Hamburg aus erhielt, belebten jene Erinnerung, bis endlich von Ende Januar. 4860-an, die schöne _ Neuigkeit in Hamburg aufblühte: Ich Ser ihrer in der Hamburger | sartenzeitung mit opener Bencina hs ,Eine neue Phalaenopsist hat ped *seit einer Anzahl "oma Bre Minoris aller Besucher der Schiller'schen Sammlung erregt. Schwarzgriine Blätter mit weissen, sehimmernden

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Fr Hieroglyphen erinnerten entfernt an Sonerila und in ihrer Art einzig unter den Distichous erregten sie doppelte Spannung nach der Blüthe. War es eine Blattpflanze, deren Blüthen der Cultivateur i wegschneidet, um den Effect nicht zu mindern, oder waren die Blüthen ebenbúrtige Rivalen der herrlichen Blátter? War es úberhaupt eine Phalaenopsis oder eine Doritis oder eine neue Gattung? Auch durch Leipzig reisende Englánder und Niederlànder versicherten, dieses Unicum existire weiter nirgends. Endlich brach ein Blüthenstiel hervor, entwickelte sich unter Herrn Stange's sorgfältiger Erziehung zur Rispe, und unerhört für die mit Blüthen kargenden Verwandten öffnete gleich- zeitig zwanzig prächtige Blumen. Sie haben die Gestalt derer unserer alten Phalaenopsis amabilis, - die Herr Director von Blume, als er sie auf Nusa Kambangan in der Dämmerung erspähte, zuerst für schwirrende fabelhafte Schmetterlinge hielt. Sie sind nicht so gross was ihnen aber an Grösse versagt wurde, ist ihnen an liebreizender Färbung vielfach ersetzt. Die Grundfarbe der Sepalen und Tepalen ist ein duftiges in Amethyst überschwimmendes Rosenroth; ihre Gestalt stimmt mit der derselben Organe bei jener Art. Die Lippe ist weiss, Seitenflügel vor dem Hinterrand mit mehreren Reihen braunpurpurner Flecke (wie die der Vanda suavis), vorn mit feinen Amethystflecken, eben solchen Fleckchen auf der hintern Hälfte der Lippe, die Schwiele am Grunde der Lippe vierhörnig, hochgelb mit dunkelpurpurnen Punkten; die Gestalt der Seitenflügel ähnlich wie bei Phalaenopsis amabilis, das Mittelstück oval, in der Mitte am breitesten, ‚vorn gestutzt und nach links und rechts in sichelförmige Zähne ausgehend. Die Säule dunkelamethystfarbig.

Das Unicum unter den Orchideen nenne ich mit warmer Anerkennung und Dankbarkeit nach dem Unicum unter den Sammlern, Herrn Consul Schiller: Phalaenopsis Schilleriana. Möge der Eigenthümer der grössten Orchideensammlung, die je bestand, unterstützt durch die Leistungen seines trefflichen Obergärtners, Herrn Stange, sich noch lange dieses herrlichen Besitzes erfreuen!“

Gleich darauf wurde sie den Engländern a. a. O. vom Professor Lindley mit folgenden Bemer- kungen vorgestellt: „The same post brought us an account of this beautiful species from Prof. Rei- chenbach, and a flower from Mr. Consul Schiller, in whose grand collection a Hamburgh it blossomed the other day. The Consul informs us, that it was obtained by himself from Manilla two years, ago. The leaves, he states, are of the form of P. amabilis (not long as is P. grandiflora), and variegated with silver irregular spots: Prof. Reichenbach compares them to these of a Sonerila (such. we presume as margaritacea), and describes them as being nearly a foot long, blackish green, . with broken silver bands above, and purple beneath. The flower stem is branched and the flowers flesh colour.“ i

Die Pflanze hatte zu viel EE um nicht einer besonderen Expedition gewürdigt zu werden. Schon 1861, am 6. Juli, fand man in Gardener's Chronicle p. 617 c. folgende Anzeige: ,B. S. William, has pleasure in offering for the first time strong plants of Phalaenopsis Schilleriana, which have just arrived in the finest possible condition. This beautiful species in quite distinct from all others in cultivation; the leaves are similar in form and equal size to these of P. grandiflora; ground colour dark green with irregular bands of white over the whole surface. Flowers flesh- coloured; size, about two thirds of these of P. amabilis, and produced in great profusion from strong branching stems, one of which may be seen at the nursery, which has borne upwards of 100 flowers, a portion of which are still attached. Price can be had on application. Paradise E Nursery, Seven Sisters and Hornsey Roads Holloway.“ In dem „Journal de la société impériale . et centrale d'horticulture, Paris, Tome VII, Decbr. 1861, p. 844, findet sich von Herrn Porte, der, so viel ich glaube, für Mr. Williams die Pflanze geholt hatte, folgende Notiz: (Le Phalaenopsis amabilis, dans les iles: Philippines, habite les petites et grandes forêts des localités, ‘où la saison de la sécheresse est plus ou moins régulière ; mais on ne le rencontre jamais dans les forêts sombres et constamment humides. Cette” plante aime la position horizontale et vit contre le tronc des grands arbres plutôt que sur leurs branches. elle se dirige horizontalement, avec les feuilles étalées et celles du bas

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pendantes; la hampe seule s'élève verticalement.) Le Phalaenopsis Schilleriana se trouve à peu près dans les mêmes conditions, si ce West qu'il habite ordinairement sur les versants des montagnes, à une altitude de trois ou quatre cents mètres. Cette plante, comme le Ph. amabilis, préfère la partie élevée «du tronc des grands arbres. Température 120 à 32 degrés." Endlich findet sich in Gardener's Chronicle 4862. Nr. 5. p. 95a. die Notiz: „I think you may like to be informed, that I have now in bloom Phalaenopsis Schilleriana, the first plant I believe that has flowered in England. - It is quite an acquisition. It has a good branching habit, the flowers open well together; 16 are open at one time on a plant imported last June. Their size is about two-thirds of.that of amabilis,

and the colour beautiful rosy pink. The leaves are beautifully marked, and will be 18 inches long:

I say will be, because the collector told me so, and 1 have never been deceived by him. He also said that he had seen it with 100 flowers open on it at one time on one plant.“ Robert Warner, Broomfield. Zur selben Zeit jetzt Anfang Februar blüht die Pflanze herrlich bei Herrn Consul Schiller. Sie bietet eine fast unübersteigliche Schwierigkeit in Bezug auf ihre Farbe. Wie sie früher in England ,flesh colour* genannt wurde, verstehe ich nicht. Herr Warner bezeichnet sie zuerst besser mit „beautiful: rose pink“. Weder eine auf Manilla gefertigte Farbenskizze, die ich Herrn Consul Schiller verdanke; noch meine zahlreichen Versuche vermochten die Farbe gut darzustellen. Ich war daher sehr erfreut, ein durch Herrn Consul Schiller’s Vermittelung von Fräulein Mestern in Hamburg gefertigtes. Gemälde zu empfangen, welches endlich den richtigen Farbenton traf. `

Die Luftwurzeln der Pflanzen sind etwas flach gedrückt und über und über mit feinen Höcker- chen bedeckt. Ohne Zweifel würde ihre mikroskopische Untersuchung überaus interessant sein, indessen habe ich weder dem Herrn Besitzer, noch dem Herrn Cultivateur das Ansinnen stellen mógen, mir das Material zur Untersuchung zu gewähren. Blätter hat die Schillersche Pflanze drei bis vier, doch fielen nach der ersten Blüthe die Mehrzahl derselben ab. Sie wurden über einen Fuss lang, ihre Unterseite ist gelblichgrün mit einem schmutzig purpurnem Hauche, ihre Oberseite ist dunkel- schwarzgrün mit gebrochen eckiggerandeten hellgelbweissen Zickzackbándern und Flecken. Der Blüthen-

stiel brachte bei seiner ersten Blüthe 20 Blüthen und erreichte die Lànge von mehr als drei Fuss.

Seine Farbe ist dunkelrothbraun mit feinen grünen Fleckchen, die. man von Ferne übersieht. Die Blüthenstielchen sind im Durchschnitt elliptisch und s-fórmig gekrümmt und die Fruchtknoten “einge- schlossen, etwa anderthalbzóllig. Der untere Theil hat etwa die Farbe von sehr verdünntem Bordeau- wein, der obere Fruchtknotenstiel dagegen ist carmoisin. Das obere Sepalum ist elliptisch von keil-

fòrmigem Grunde. Die seitlichen Sepalen sind fast ebenso, jedoch ungleichseitig, indem auf der innern

Seite ein stumpfeckiger Aussprung sich findet, der wellig umgelegt ist. Während das obere einfärbig

ist, finden sich auf der obern Partie der Innenseite der untern nach innen bis gegen die Mitte braunrothe

Fleckehen. Auf der Aussenseite geht über die Mittellinie eine schwachkielige Erhabenheit über den Mittelnerv.. Die Tepalen sind am keiligen Grunde trapezoidisch und aussen gestützt, fast so hoch wie breit. Der Sáulenfuss welkt in der vordern ‘Hälfte gegen die Lippe, als wäre da in der Mitte die Gránze der zwei Organe. Die Hinterlappen der Lippe sind halb eirund sichelartig und stumpf, nach aussen und zuletzt nach oben gerichtet, zwischen ihnen eine gestielte Schwiele, die oben gefurcht und jederseits in zwei Spitzen ausgehend, von denen die hintere länger. Der Vordertheil ist länglich, am Grunde beiderseits gerundet, vorn gestutzt und vor der Spitze‘ beiderseits in einen halb- sichelfórmigen Zahn ausgehend. . Die Hinterlappen sind weiss und haben an der hintern Seite einen gelb- lichen Fleck mit zimmtbraunen Flecken, am Vorderrand am Grund ein paar amethystfarbige Fleckchen. Der. Vorderlappen ist weisslich und hellamethystfarbig , gegen den Grund mit. vielen. amethystfarbigen Fleckchen. Die Säule ist halbstielrund und oben greift. ein Zähnchen. hinter den Staubbeutel. Auf der Vorderseite findet sich eine Art unternarbige Tafel über der die rundliche Narbengrube. Der Jäng- liche Staubbeutel ist braunlich und greift mit weisser Tee wa die caudicula. - Die Säule ist

vorn hell, hinten dunkelamethystfarbig. ` "eto cilia mesi Heg T

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Tafel 101. I. Die Spitze des Blüthenstiels ın natürlicher Grösse. IL Die Pflanze. Der Blüthen- stiel ist abgeschnitten. IM. Der ganze Blüthenstiel Beide Figuren stark verkleinert. 4. Die Säule ohne Staubbeutel von vorn. 2. Ein Pollinarium von hinten +. 3. Ein solches von vorn —+. 4. Der Staubbeutel von hinten +.

Uebersicht der Gattungen Phalaenopsis, Doritis/ Stauropsis. 8 P P

Phalaenopsis Bl. (Tab. 44. Bijdr. SE?

Perigonii sepala oblonga subaequalia. Tepala vulgo latiora et a deg cuneata. Labellum ie titum cum gynostemii pede producto et a sepalis libero continuum, in disco unicallosum, callo sub- didymo. Columna semiteres seu pandurato clavata. Androclinium vix marginatum. Rostellum bene bicuspe, denticulo nunc interjecto. Fovea sub illo oblonga. Anthera oblonga, antrorsum supra cau- diculam attenuata. Pollinia gemina, postice fissa, intra limbum. apicis caudiculae ligulatae seu ligulato filiformis in glandula cordiformi incumbentes. Epiphytae oligophyllae foliis distichis crasso coriaceis emarginatis pedunculo perennante oppositifolio nunc superne valde inerassato. Omnes sondaicae una etiam continentindica.

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4) Ph. sumatrana Korth. und Rehb. fil. in Otto: Hamb. nee 1860. P. als: sepalis lanceis (transverse viltatis), tepalis linearibus acutis (vittatis), labello lineari ligulato, carinis geminis erectig ante basin. Sumatra. 443. Korthals. (Hab. icon.). |

Obs. Serius icon publici juris facta ejusdem plantae in „Ann. d'hortic. et de botan. ou flore des jardins du royaume des pays bas. 1861" sub nomine : _ Phalaenopsis zebrina^. Omnino non intelliges, ubi sit columna, ubi sit anthera.

2) Ph. equestris Rchb. fil Linnaea XXII. p. 864 (Stauroglottis. equestris Schauer Act Leop. XIX. p. 48. Ph. rosea Lindl. Gardn. Chron. 4848. p. 674 ff): sepalis ovatis acutis, tepalis sub- aequalibus, labelli partitionibus posticis ligulato falcatis, partitione media rhombea, callo didymo in basi. Paxt. Mag. XVI. p. 60. xy. Paxt. FL G. IL p. 72. Folia oblonga acutata subbiloba, in culta vulgo valde pallida. Pedunculus obscurus violaceopurpureus, nunc paniculatus, pluriflorus. ‚Tepala quam petala melius cuneata. Perigonium roseum. Labelli partitiones posticae roseae obscure striolatae, partitio media obscure purpureoviolacea. Callus roseus maculis saturatis. Columna clavata, late- ribus bis excisa. Antherae proboscis antice retusa abbreviata. Caudicula triangula "eran Manilla Li Meyen! Cuming! (vid. viv. c. et hab. sice. sp. spont. et c.).

3) Ph. deliciosa Rchb. fil. Bonplandia 1854. p. 93: sepalis tepalisque Bee: situ: labelli partitionibus posticis ligulatis, partitione media rhombea, callo forcipato in basi. Radices aöreae crassae funiformes, plurimae, folia cuneata obovata apice acuto inaequali biloba, bi-tripollicaria, maxima medio ultra pollicaria. Pedunculus gracilis remote bi- -trisquamatus usque sexpollicaris. Racemus pauciflorus, parviflorus. Bracteae triangulae minutae. Flores parvuli ilis Ph. equestris paulo minores. Sepala et tepala ovata obtusa subaequalia. Labellum trifidum; segmenta lateralia ligulata, segmentum medium obtuse rhombeum callo depresso antice bicorni, igitur tom in basi

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segmenti medii. Venae quinae mediae segmenti medii incrassatae (in viva etiam?? saltem in sicca!). Gynostemium humile. Flos flavido rubellus. An Aesten hängend im Bache Tjgalia, Land Tjikoya. März 1843. Z. 414. 29. Zollinger! (Hab. sp. sicc.).

4) Ph. Hebe Rchb. fil. in Otto Hamb. Gartenzeitung 1862. p. 35: affinis Ph. deliciosae labelli partitionibus lateralibus cuneato ovatis, medio margine postico callosis, partitione media flabellata apice biloba, callo forcipato in basi ejusdem partitionis. Pusilla, tenuis. Folium vix tres pollices longum, a curvata basi subito angustatum apice emarginatum, prope pollicem latum. Pedunculus apice quadri- florus. Sepala oblonga subacuta. Tepala ligulata obtuse acuta. Perigonium album labii partitionibus posticis roseostriatis. Anthera transversa retusa. Pollinia alte fissa. Caudicula triangula, apice perlata: Sondaic? (Hab. ic. javanicam a beato amiciss. De Vriese).

T T Lamina concava.

5) Ph. cornu cervi BL et Rehb. fil. Mss. 4846. in Otto Hamb. 1860. p. 146. (Polychilos cornu cervi Kuhl van Hass. Orch. tab. 4.): sepalis ligulatis acutis, tepalis angustioribus, labelli fornicati partitionibus posticis ligulatis retusis, partitione antica obhastata angustiore, crista penta- dactyla in disco postice (caudicula ligulata). Caulis brevis, bene rhizophorus. Folia cuneata oblonga elongata minute biloba, magna, pedalia. Pedunculus a basi tenui sursum clavatus, crassus. Perigonium flavidum punctulis rubris signatum. Columna dorso el sub fovea rufida. Flores pauci „persistentes“ (Kuhl, van Hass.). Crescit in provincia insulae Javae occidentali Bantam et floret Julio. Kuhl, van Hass. Jati Kalangan Junghuhn! Lobb! Moulmein Lobb! Does e siec. et vidi in pus Lindl. et in herb. Lugd. bat., quod dicitur Reiks Herbarium). : i

6) Ph. Devrieseana Rchb. fil. in Otto Hamb. Earieneditung 1860. p. 116: seal ligula acutis, tepalis angustioribus, labelli fornicati partitionibus posticis ligulatis retusis retrorsis, partitione antica obhastata angustiore, crista tridactyla in disco medio (caudicula filiformi). Java? (Hab. ic. ab ill. De Vriese.)

** Labellum apice appendiculatum.

7) Ph. intermedia Lindl. Daat, Fl. G. MI. xyl. 310. p. 163: foliis concoloribus, eebe galas acutis, tepalis rhombeis acutis, multo latioribus, labelli partitionibus posticis cuneato ligulatis retusis, partitione media rhombea apice biaristata, callo didymo in basi. P. Schillerianae subaequalis. „Hybrida inter Ph. amabilem et‘ roseam. Mlius folia et cirrhi labelli, hujus color, tepala acuta et ambitus partitionis labelli mediae. Pedunculus obscure brunneo purpureus. Sepala candida concava, oblonga, acuta. Tepala multo latiora, rhombea, acuta, candida, punctulis paucis purpureis in basi. Labelli partitiones laterales erectae, dolabriformes, angulis rotundatis, violaceae maculis paucis pur- pureis. Partitio media ovata, obscure purpurea, apice in cirrhos duos breves soluta. Crista inter partitiones, medio depressa, obscure flava maculis purpureis." Flores illis Phalaenopsis Schillerianae subaequales. Patria? Dom. Veitch importaverunt. (Hab. ic., nec flos in ipso Lindleyano herbario adfuit 4856).

8) Ph. Schilleriana Rchb. fil L c. folis zebrinis etc. Cf. supra.

9) Ph. amabilis BL Bijdr. 294. Tabell 44: foliis pallidis, sepalis oblongis ‚soul; ‚tepalis cuneato ovatis multo latioribus, labelli partitionibus posticis cuneato rhombeo ovatis, partitione media rhombeo hastata apice bieirrhosa, callo didymo bidentato, lamella utraque retusa) Rumphia IV. 194. £ 4., tab. IV. 499. Horsf. pl. javan., VII. Gardn. Chronicle 1848. p. 39. fig. 4. (Ph. grandiflora Lindl.), Hook B. Mag. 5184., Angrecum | album majus Rumph: Amb. VI. 99. t. 43. (Icon imminuta), Epidendrum amabile L. sp. 1356. Caulis humilis. Folia pauca, oblongoligulata apice inaequali subacuta. Pedunculus multiflorus, perennis, nune. paniculatus, floribus autem longe heterochronicis, ut pauci eedem tempore floridi possint observari. Labellum album, flavo adspersum; maculae

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aurantiaco purpureae in callo ac in basi partitionum lateralium. Pollinia in caudicula rhombeo triangula, in icone Blumeana in Rumphia vere phantastica mihi visa. Crescit in insulis Sondaicis. Nusa Kambangan Blume! Se Juve Zollinger! Amboyna

in arboribus parasitica. Doleschall! Cl. Rumph habet: „in crassis itidem. sed curtis crescit. arbo- ribus, quae musco obductae sunt, uti in Rinar et Mangis, quas tanquam funis adscendit et a quibus intricate dependit. Nullus ejus hucusque’ innotuit- usus.“ 4752 ab Osbeckio ad New Upland

Javae occidentalis lecta, unde in herbario Linnaeano: duo flores. et duo folia ex ill. R. Brown. 1798 a Moluccis in hortum Caleuttensem relata ex el. Roxburgh: 4809 in Javae districtu. Padjitla ad oram meridionalem. (Vid. v. c. et hab. siec. sp. et c.)

Obs. Primus, Januario 1862, in Otto Hamb. Gartenzeitung p. 38, synonymiam extricare ausus sum: ,,125. Phalaenopsis amabilis Bl. = Ph. grandiflora Lindl. Es thut mir Leid, das Ver- sehen aufdecken zu müssen, welches hier sich eingeschlichen hat. Allein Blume's Bild zeigt in den Tabellen eine gedrungene Form der Ph. grandiflora Lindl. Blume entdeckte seine Pflanze lebend auf der Insel Nusa Kambangan (Rumphia). Auf alle Fälle ist die Pflanze dem javanischen Gebiete zugehörig. Nun aber habe ich nie erfahren, dass Jemand von Java die Ph. amabilis Lindl. einge- führt habe, und ich selbst habe sie nie von Java erhalten. Die Ph. amabilis Lindl. kommt von Manilla. Diese Darlegung allein wird schon nachweisen, dass Lindley, das gute Merkmal der Lippen- schwiele übersehend, durch die gedrungene Figur in den Tabellen irregeleitet. wurde.“

40) Ph. ambigua Rehb. fil. in Otto Hamb. Gartenzeitung 1862. p. 35: folis Ph. amabilis Bl. ex Rchb. fil. (grandiflorae Lindl.), floribus Ph. Aphroditis (amabilis Lindl.), callo utroque quadrato lamella utraque quadriloba. Hybrida progenies? (Hab. fl. cult.).

44) Ph. Aphrodite Rehb. fil in Otto Hamb. Gartenzeitung 1862. p. 35: folis obscuris, sepalis oblongis acutis, tepalis cuneato-ovatis multo latioribus, labelli partitionibus posticis cuneato rhombeo ovatis, partitione media rhombeo hastata apice bicirrhosa, callo didymo. bilamellato, lamella utraque tridentata. Ph. amabilis Gardn. Chron. 1. c. f. 2, B. Reg. XXIV. 1838. 34, B. Mag. 4847. 4297, Flore des Serres I. 36. (ex Paxton Mag.?). Viva facillime a praecedenti amabili distinguenda. Tepala latiora, totus flos brevior. Labelli unguis vittis transversis purpureis. Striae quaedam purpureae in basi parütionum labeli lateralium additis punctulis. Callus didymus lamellis retrorsis bilobis, apposito extus in sinu denticulo tertio, citrinus maculis: parvis DE ARTE Manilla. Cuming! (Vid. v. c. et hab. sp. spont. et c.).

Obs. Exstare videtur species in Java insula seu nescio ubi insularum Sondaicarum species roseola’ similis Ph. sumatranae. Vidi iconem inter icones, quas possidet regnum batavum, quarum custos est prudentissimus cl Blume. Tamen non aderat |. vix rite deseribi poterit. Forsan ipsissima Ph. violacea Tijsm.

Doritis Lindl. (Gen. et Sp. p. 178.)

Perigonii sepala oblonga, lateralia in ungue columnae. decurrentia. Tepala subaequalia cuneata. Labellum trifidum cum columnae. pede producto a sepalis occupato continua, in. ungue. callosum, in disco labeli incrassatum. Columna breviuscula expansa androclinio iem „Rostellum deflexum —D re supra foveam oblongam. Epiphytae caulescentes.

4) D. pulcherrima Lindl. |. e: labelli lamina triloba, lobis lateralis istis; ite medio ovali acuto, carina apice tridactyla per ungüem. Folia oblonga, carnosa, 3/2 pollices longa. Spica laxa ramosa, 414, 2 pedalis, multiflora. Sepala antice ad basin producta, crispata.“ Flos pulcher, forte candidus, illi Phalaenopsis a In Cochincbina, ad sinum Turon. Finlayson. (Hab. ic. a el. Und. coin ah dbi ina:

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2) D. bifalcis (Dendrobium bifalce Lindl. Beech. Voy. of the Sulph. 181. t. 59. ipso serius monente, disticham esse Orchidem): labelli lamina trifida, laciniis lateralibus linearibus, lacinia media cuneato ovata, carina apice didyma per unguem. Haec sunt Lindleyana: in Veget. of the Feejee Islands by Bentham in Hook. Lond. Bot. Journ. 1843. IL. 237: „caule tereti laevigato, folio (solitario?) coriaceo obovato acuto oblique emarginato, peduneulis longissimis rigidis nudis apice paucifloris, pedicellis racemosis erectis floribus triplo longioribus, petalis lanceolatis trinerviis membranaceis, labello unguiculato tripartito supra unguem crista duplici carnosa, biloba, undulata aucto, carinis" lateralibus linearibus obtusis faleatis, intermedia subrotunda, cornu obtuso incurvo. This very singular plant exists in an imperfect state in the collection. Its habit is quite different from that of any Dendrobium, I am acquainted with; but since this genus presents great diversity of habits, I cannot attach importance to that circumstance in the absence of a more complete knowledge of the struc- ture of the fructification In my solitary specimen the main stem is gone, and I have only a couple of rigid’ peduncles proceeding from a small bamboo, and 11" long. With them, but separate from them, is a remarkably coriaceous leaf, 6" long and 2" broad in the widest part; but how it fits on ‘the stem there is no evidence to show. The flowers are inserted in a fewflowered raceme at the end of the branches, they appear to have been purple, and some pale colour, and are about so large as these of Aporum anceps. At the base of the middle lobe of the lip are two parallel - sharpridged fleshy tubercles, which occupy the middle of a short unguis. belonging to the middle lobe. New Guinea. Lindl. in Beech. Voy. of the Sulph. 181. t. 59: „Foliis lanceolatis carnosis oblique emarginatis, racemo oppositifolio brevioribus, sepalis acuminatis, petalis linearibus duplo longioribus reflexis, labello trilobo, venis 5 elevatis rectis per axin, lobo medio ovato acuto plano tricostato."

Stauropsis Rchb. fil. (in Otto Hamb. Gartenzeitung 1860. p. 111).

Sepala oblonga acutiuscula, lateralia a sepalis libera. —Tepala subaequalia, nunc paulo latiora. Labellun a columna abruptum, columna sessili nec immediatim in pedem transeunte. Labellum tripartitum subsessile seu breviter unguiculatum; partitiones laterales divaricatae extus retusae, partitio media ligulata; apice dilatata carnosula; calli deinceps duo inter partitiones et calli in partitionibus lateralibus. Columna semitereti pandurata. Pollinia oblonga, linea ipsa media postice fissa rima angusta, sessilia in caudiculae apice reflexo. | AAA

4) St. pallens Rchb. fil 1. c.: labelli lacinia media lineari apice dilatato dentata, laciniis ante basin divaricatis lineari-falcatis retusis, cellis ovatis apice bidentatis uno ante alterum in labelli basi. Trichoglottis pallens Lindl. in Paxt. Fl. G. L p. 45. N. 27, in Journ. Hort. soc. V. 34: „Dwarf erect plant, with oblong, distichous leaves and a lateral flower or two, not quite 2 inches in diameter, pale delicate green, with delicate brovnish spots and a "white lip. The latter organs were oblong, with a white, shaggy crest on the upper side, and a pair of short, yellowish scimitar shaped segments standing erect near the base, within these were a pair of forked callosities, one placed before the other in the centre, but no sac or pouch was found between them. Little beauty, con- siderable botanical interest. Manilla. (Vid. fl. sicc: in herb. Lindl. ). dalak c

2) St. violacea Rehb. fil in Otto Hamb.. Gartenzeitung 1862. p. 31: labelli lacinia media cuneato oblonga apice dilatato’ semiovato papuloso erentlato, lacinüs ante basin divaricatis oblongis retusis aristula in angulo superiori retrorsa, denticulo in angulo antico; callo: öblongo conico papuloso superiori, callo inferiori ligulato bidentato. (Calami lapsu |. c. scripsi: „Stauritis“ pro „Stauropsis“). „Folia Phalaenopsidis grandiflorae, pallidiora. Flos per tres menses durans.“ Willink in litt. Sepala oblonga acuta extus carinata, apice apiculata. . Tepala rhombeo-ovata obtusa. Labellum trifidum. Partitiones laterales ligulato oblongae apice retusae cum arista, medio et infra intus incrassato callosae,

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rectangulo divaricatae. Partitio media oblonga ligulata, apice semiovata, limbis lateralibus crenulatis, sub apice umbonata, disco carinato incrassato, pagina inferiori sulcata, callo papuloso ruguloso inter partitiones laterales, lacinia bidentata in ipsius parlitionis mediae basi; columna medio constricta, basi utrinque angulata: Sepala alboflavida, apices versus flava; discus sepalorum lateralium purpureo striolato maculatus. Labellum flavum; partitiones laterales intus supra callos aurantiacae, guttulis quibusdam atropurpureis adjectis; labelli partitio antica violacea. Columna antice purpureo irrorata; Anthera etiam atropurpureo irrorata, limbis loculorum bene crenulatis.. Caudicula apice rhombeo dilatata in laminam linearem angustata, peltata cum glandula oblonga. Ins. Sondaic. Debeo florem domini Willink Wzn. Amstelodamensis, qui Orchideas et filices summo amore amplexus

t. (Hab. fl. sicc. et ic. ad viv. delineatam et vid. viv.).

Obs. Quae sit „Phalaenopsis violacea Hort. Bog.“ nescio. Exstant lineae colore fucatae in tabula libri „flore des jardins de royaume des pays bas“ sed nec ex descriptione, nec ex icone me quid extricare potuisse ingenue fateor. Totus flos purpureus pictus praeter apices sepalorum lateralium virides et labelli partitiones laterales alboflavidas.

3? St philippinensis Rchb. fil. in Otto Hamb. Gartenzeitung 1860. p. 117: labello lineari, subancipiti apice trilobo, lobis lateralibus triangulis, medio ancipiti, villo sericeo supra carinam per axin, lacinia triangula utrinque ante basin, callo ligulato retuso interposito. Trichoglottis philippinensis Lind. in Ann. N. H. XV. 4845. p. 386. Habitus Vandae. Folia subrotunda ovata emarginata cum mueronulo. Flores solitarii, sesquipollicares. Sepala et tepala oblongo lanceolata, haec angustiora. Philippin. ins. Cuming. Jam nescio an bene sit hujus generis. (Hab. sp. sicc.).

Tafel 402. ` * Vanda Stangeana Rchb. fl.

Affinis Vandae fusco viridi Lindl., labelli auriculis semiovatis divergentibus, lamina a basi lata utrinque semicordata sensim attenuata apice leviter bilobula, callis geminis parvis ante calcaris ostium, sepalo dorsali tepalis subaequali cuneato ovato, sepalis lateralibus majoribus.

Vanda Stangeana Rehb. fil. in von Schlechtendal und von Mohl Botanische Zeitung 1858. p. 351. | Planta humilis. Folia ligulata apice intiqualitor hilst, nune apice subserrulata, apiculo inter lobos. Pedunculus oppositifolius racemosus. Bracteae squamaeformes parvulae ovariis pedicellatis multo breviores. Ovaria- pedicellata crassa, inferiora superioribus bene longiora. Sepala cuneata rhombeo-ovata obtusa. Tepala subaequalia paulo breviora. Omnia extus alba, intus flavoviridula, brunneopurpureo tesselata. Labelli auriculae excisura alta separatae, utraque obtuse triangula; alba, angulis flavis, stria utrinque pone sinum aurantiaca, maculis quibusdam appositis purpureoviolaceis, guttulis violaceobrunneis. subtus. -Labelli lamina a basi rotundata subcordato attenuata, quasi trian- gula apice biloboretusa; calli duo in basi; lamina alba, basi et apice violacea, pagina inferiori- ex- leriori excavata; calcar triangulo compressum breve. Columna brevis retusa, androclinium postice triangulum bidentatum, antice utroque angulo acutum, medio tridentatum. Anthera depressa mitrata antice retuso bilobula. Fovea transversa, basi angulo excurrente, superne sinu angusto exsiliente signata. - Maculae brunneae duo sub fovea. Pollinia bene fissa; Caudicula valde dilatata in glandula pentangula.

Diese merkwürdige Art blühte zuerst im October 1855 in Herrn Consul Schillers Garten, culti- virt von Herrn Obergàriner Stange, dem sie freundlichst gewidmet wurde. Sie stammt aus Assam. Die Zeichnung der ganzen Pflanze verdanke ich der Mittheilung: des ebengenannten Herren.

; ES 9 :

. Die Pflanze ist niedrig. Die Blätter sind lineallánglich, an der Spitze ungleich zweilappig, bis- . weilen etwas. gesägt und mit Spitzchen zwischen den Lappen. Der Blüthenstiel steht dem -Blatt gegenüber und ist traubig. ` Die. Deckblátter sind schuppenformig und ganz klein. Die gestielten Fruchtknoten sind Schwach: gedreht und weiss; die unteren sind viel lánger. Die Sepalen sind keil- fórmig, rautenfórmig, eirund und stumpf. Die Tepalen sind ziemlich gleich und wenig kürzer. Alle sind aussen weiss, innen gelblichgrún, braunpurpurn, glänzend, làngs- und quergestreift, also schachbretartig getäfelt. Die Oehrchen der Lippe sind. durch einen tiefen spitzen Einschnitt von ‚einander getrennt; sie sind stumpf-dreieckig, weiss mit gelben Aussenecken und je einem orangefarbigen Flecke vorn, beiderseits des Ausschnitts. Dazu stehen vorn-eine Anzahl purpurvioletter Flecken, tiefer unten braunpurpurne derselben Art. Die Lippenplatte ist am Grunde breit herzfórmig rundlich, nach vorn dreieckig und an der Spitze abgestutzt-zweilappig; am Grunde stehen zwei Schwielen. Die untere Fläche ist etwas ausgehóhlt. Dieselbe ist weiss mit einigen violetiblauen Stellen am Grunde und an den: Spitzen. Der Sporn ist dreiechig, zusammengedrückt, kurz. Die Säule ist kurz und gestutzt, der Rand ist nach hinten dreieckig und etwas ausgerandet, vorn an jeder Ecke spitz, in der Mitte ^ dreizàhnig. Der Staubbeutel ist gedrückt mútzenartig, vorn gestutzt zweilappig. Die Narbengrube ist quer, hat vom Grund in der Mitte eine ausspringende Ecke und in der Mitte darunter eine ähnliche Ausbuchtung. Zwei braune Flecken unter der Narbengrube. Die Pollenmassen sind gut gespalten. Die Caudicula ist oben sehr breit und sitzt auf fünfeckiger Glandula. |

Tafel 102. Der Blüthenstiel in natürlicher Grösse. Rechts die Pflanze, wol in zwei Drittheilen natürlicher - Grösse.“ ‚Zwischen beiden eine ausgebreitete Blithe in natürlicher Grösse. . 4. Die Säule und die Lippe, die letztere mit Gewalt ausgebreitet +. 2. Der obere Theil der Säule ohne Staub- - beutel und Pollinarium +-. 3. Das Pollinarium von vorn +. 4. Die Spitze desselben von: hinten: man sieht die gespaltenen Pollinia +. 5. Der ‚Staubbeutel -+. 6. Eine Blattspitze.

Tafel 103. | Cypripedium superbievs ses D

Affine oct? barbato Lindl., Lindl. et venusto Wall. tepalis elongatis deflexis, staminodio transverso, antice utrinque. dente e inter. dentes retuso cum denticulo retuso

Se barbatum plac Pt iig Eege ex pri

| Sipe spi Na, in Seemann Bonplandia 1855. pe 227. und: ee?

“Dietrich Allgem. Gartenzeitung 1856. p. 323. ~ Kig édit Vateha Ta, D = e SCH dedo oligulata tridentata acuta pallida er maculis obscure viridibus: Bractea

carinata ovario brevissime rostrato plus duplo brevior. , Sepalum. dorsale oblongum bene. acutum, utrinque supra basin. lato. obtusangulum; inferius: duplo minus oblongotriangulum - apice. trilobum, utrumque album viridistriatum. ` Tepala oblongoligulata, nunc margine undulata, ciliata, apice obtuse acuta, alba, viridinervia, guttis atropurpureis, ciliis atropurpureis. ` Labellum oblongosaccatum , cuneus inflexus depressus, anguli inflexi valde verrucosi, anguli laterales. sacci oblique )btusa limbo retuso, color livido brunneoviridis, antice pulchre purpureoviolaceus. Staminodium triangulum obtusatum; postice exsectum in ansam bilobulam. supra columnam | | descendentem, antice utrinque unidentatum, medio retusum cum denticulo retuso. exserto; color albidus venis tesselatis viridibus. - Stigma oblongum. a er ed gais IL 2

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Diese Art kam neu 4855- aus: Herrn Consul Schiller’s Garten, cultivirt von Herrn Stange.